Nicole - niczeit@gmx.de, www.steissbeinschmerzenhilfe.de
2022-10-09
Zunächst hatte ich nach ein paar Jahren erfolgloser und nervenaufreifender Behandlungen bei anderen Ärzten endlich das Glück, mit Prof. Benditz an einen Fachmann zu geraten, der sich mit Coccygodynie auskannte und mich akkurat beraten und behandeln konnte. Nachdem seine konservative Therapie (Kortisonspritzen ins Steißbein) nach etwa einem Jahr nicht ausreichend angeschlagen hatte, fassten Prof. Benditz (Doctors and specialists in Germany) und ich eine operative Entfernung des Steißbeins ins Auge. Ich wusste, dass dieser Arzt schon über 400 Patienten erfolgreich behandelt hatte – mit hervorragenden Ergebnissen. Das wünschte ich mir auch, denn ich wollte endlich wieder normal leben können, da ich sehr unter meiner gesundheitlichen Situation litt.
Um mich bei unabhängigen Stellen zu informieren, nahm ich Kontakt zu ehemaligen Patienten auf, welche die Operation schon hinter sich hatten. Glücklicherweise traf ich auf eine junge Frau, die mir ihre Erfahrungen und das gute Ergebnis ausführlich schilderte und sich Zeit für meine Fragen nahm. Sie bestätigte, dass mein Arzt ein absoluter Fachmann auf seinem Gebiet sei, der seine Patienten optimal begleiten würde. Weiterhin wären die Schmerzen nach der OP sehr überschaubar und nicht vergleichbar mit dem Ursprungsstechen, das mich zu dieser Zeit noch plagte. Sie meinte, nach der OP würde man etwa sechs Wochen krankgeschrieben und könne danach langsam wieder arbeiten bzw. mit leichtem Sport beginnen.
Sehr intensiv ging ich anschließend in mich und fragte mich, ob ich diesen Eingriff wirklich machen wollte – doch in meinem tiefsten Inneren wusste ich bereits, dass ich so nicht mehr weitermachen wollte. Dann lieber einen Eingriff mit Hoffnung auf Besserung als gar keine Hoffnung mehr. Beim nächsten Treffen verkündete ich Prof. Benditz meine Entscheidung und wir vereinbarten einen Operationstermin. Ich hatte große Angst, das muss ich ehrlich zugeben. Zumal es ja bestimmte Operationsrisiken gibt, die nicht zu verachten sind (z.B. Verletzung des Darms usw.) Trotzdem vertraute ich dem Mann bedingungslos, er hatte Ahnung und ein großes Herz für seine Patienten – mehr brauchte ich nicht.
Am OP-Tag suchte ich das Krankenhaus auf und traf auf einen strahlenden Operateur, der positiv gestimmt war. Durch seine aufbauende Art konnte ich auf dem Weg zur OP nochmal lachen, danach kam die Atemmaske und ich war im Betäubungsnirwana. Als ich wieder aufwachte, war ich zwar ziemlich daneben, spürte aber keinen Schmerz und fühlte mich gut. Auch jetzt stand mein lächelnder Arzt bereits wieder an meinem Krankenbett und versicherte mir, dass die OP erfolgreich verlaufen war. Ich zeigte ihm den Daumen hoch und schlief dann wieder ein.
Keine zwei Stunden später nahm ich bereits wieder im Stehen mein Mittagessen ein, dank der Schmerzmittel spürte ich weiterhin nichts. Sogar langsam umherlaufen konnte ich, es kam mir seltsam vor, dass das so kurz nach einer Operation schon wieder möglich war! Beim Toilettengang musste ich sehr aufpassen, dass sich die Wunde nicht wieder infizierte – das wäre der absolute worst case gewesen und so reinigte ich mich peinlich genau mit einem speziellen antibakteriellen Waschgel sowie Einmalwaschlappen.
Nach drei Tagen im Krankenhaus wurde ich entlassen und für sechs Wochen krankgeschrieben, der Fadenzug war für zwei Wochen nach der OP geplant. Zuhause schonte ich mich und lebte mein Leben im Stehen und Liegen – fürs Essen hatte ich mir sogar einen Stehtisch zugelegt. Man hatte mir zwar ein Steißbeinkissen für das Sitzen empfohlen, ich muss aber zugeben, dass ich die ersten sechs Wochen das Sitzen komplett vermied. Auch auf dem Rücken liegen war zwar nicht schmerzhaft, aber irgendwie unangenehm. Trotzdem waren so etwas wie Schmerzen dank der Medikamenteneinnahme fast nicht vorhanden – zumindest nicht bis zum Fadenzug, der völlig problemlos verlief. Alles war okay, die Wunde verheilte gut, so teilte es mir Prof. Benditz mit.
Nach etwa vier Wochen fing dann ein Brennen an der Wunde an, das mich noch längere Zeit begleiten sollte. Dies hatten offenbar aber alle Patienten nach der OP, es war einfach der normale Heilungsprozess. Es nervte mich zwar, aber glücklicherweise blieb wenigstens das grausame Stechen, das mich vor der OP so geplagt hatte, weg! Prof. Benditz hatte mir schon im Aufklärungsgespräch erklärt, dass die Heilungszeit unterschiedlich lange dauern konnte - in Ausnahmefällen konnte sich das schon mal bis zu einem Jahr hinziehen. Die operierten Patienten, mit denen ich vor der Operation Kontakt gehabt hatte, berichteten jedoch alle, dass sie nach etwa drei Monaten wieder normal leben konnten, was mich mit Hoffnung erfüllte. Letztlich dauerte der Heilungsprozess bei mir tatsächlich ein Jahr, seitdem lebe ich aber zu 90 Prozent schmerzfrei und habe wirklich ein neues Leben begonnen.
Ich bin Prof. Benditz bis heute unendlich dankbar und würde mich von ihm immer wieder operieren lassen. Es war eine der besten Entscheidungen meines bisherigen Lebens!